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Whisk(e)y für Anfänger. Teil 1 - Schottland vs. Irland

Obwohl Whiskey zwischen Alkohol Liebhabern weltweit populär ist, haben viele sehr trübe Vorstellungen über dieses Getränk. Falls Ihr Weg in die Welt des Whiskys erst beginnt und Sie über kein breites Wissen auf diesem Gebiet verfügen, laden wir Sie ein diese Reise mit der Trinity Irish Bar Vienna zu starten.

 

King of the Spirits

Was für die Arten von Whisk(e)y gibt es? Total unterschiedliche: Von unklaren billigen Whiskys, die auf dem inneren Markt von Indien zu finden sind, bis zu Meisterwerken von der geschlossenen Destillerie Brora und den seltenen alten Ausgaben vom italienischen Negozianten Silvano Samaroli. Die ersten sind extrem billig, die letzten können so viel wie ein Auto kosten. Trotz des fantastischen Preises dieser Ausgaben müssen Sie sich noch Mühe geben, um sie überhaupt zu finden.

Es gibt Whisk(e)y aus den traditionellen Whisk(e)y Ländern: Irland, Schottland und die USA und Whiskys aus Ländern, wo ihre Herstellung erst von einigen Jahren begonnen hat. Heutzutage wird dieses Getränk anscheinend überall produziert. Es gibt Whisky aus nördlichen Ländern, nicht nur nur aus Schottland und Kanada, sondern zum Beispiel auch aus Schweden, und auch aus südlichen Ländern, zum Beispiel Omar und Kawalan aus Taiwan und Amrut aus Indien, die alle gute Referenzen haben. Die Vielfältigkeit von Stilen, Geschmäcke und Aromen ist so groß, dass Whisk(e)y zu Recht als King of the Spirits (König der Spirituosen) bezeichnet wird.

Um zu lernen, sich im Königreich des Whisk(e)y zu orientieren, lasst uns die Arten und Beschriftungen auf den Etiketten studieren. Der erste Teil ist die Alte Welt.

 

Schottland

Die Gesetzgeber von Stil in der Welt des guten Whiskys der letzten Jahrzehnte sind die Schotten. Dementsprechend sollen wir die Typologie von Scotch verstehen. So wird der schottische Whisky bezeichnet.

Es ist interessant, dass die britischen Gesetze nicht nur die geografische Herkunft sondern auch den Begriff “Whisky” schützen. Hier sind einige Bedingungen:

- Destillation bis maximal 94,8% (nur für Wodka wird höher destilliert).

- Reife über mindestens 3 Jahre (kürzer als diese Frist ist es noch kein Whisky) in Eichenholzfässern von maximal 700 l Kapazität (mehr oder Reife auf Holzspänen ist es kein Whisky mehr)

- Alkoholgehalt von mindestens 40%

 

In der Realität verwendet die Mehrheit der schottischen Produzenten viel kleinere Fässer (normalerweise unter 200 l) und lässt den Whisky länger als 3 Jahre reifen. Was die Regel über den Alkoholgehalt betrifft, muss ich sagen, dass Scotch über 40% oft anzutreffen ist. Der Alkoholgehalt von 46-47% erlaubt zum Beispiel die kalte Filtration einzusparen und keine Sorgen darüber zu haben, dass in kalten Ländern oder im Gefrierfach in der Flasche ein Niederschlag entsteht. Dazu soll erwähnt werden, dass unter den Kennern auch der nach der Reife unverdünnte Whisky gefragt ist.

Nach den britischen Gesetzen gibt es 5 Typen von Whisky. Präziser gesagt 2 Typen und 3 Mischvarianten.

Single Malt Whisky wird von mehr als einhundert schottischen Destillerien hergestellt. Die Idee ist einfach: Single Malt ist Whisky aus Wasser und gemälzter Gerste (ohne Beimischung anderer Getreide), der in Brennblasen aus Kupfer bei einer einzigen Destillerie gebrannt wird. Viele Whiskyliebhaber mögen Single Malt.

Single Grain Whisky ist weder Blended noch Single Malt. Er wird auch bei einer einzigen Destillerie, aber aus verschiedenen Getreiden durch kontinuierliches Brennen im Säulenbrennverfahren hergestellt. Single Grain Whisky wird nur von sieben Unternehmen in Schottland produziert und überwiegend für Blended Whisky verwendet, jedoch wird sehr wenig in Flaschen abgefüllt. Es gibt die Meinung unter den Whiskykennern, dass Single Grain Whisky eine besondere Aufmerksamkeit verdient, erst nachdem er mindestens 40 Jahre in einem Fass gereift ist.

Andere Scotchs sind gemischt (Blended): Blended Malt, Blended Grain und einfach Blended. Blended Malt ist die Mischung von Single Malt Whiskys, die von verschiedenen Destillerien produziert werden. Die bekanntesten Blended Malt sind Johnnie Walker Green Label, Monkey Shoulders und Naked Grouse.

Blended Grain Whisky wird aus schottischen Grain Whiskys aufbereitet, die von verschiedenen Destillerien hergestellt werden. Blended Grain Sorten sind sehr selten. Mal sieht es so aus, als ob Blended Grain nur dafür ausgedacht wurde, um die logische Lücke zwischen Blended Malt und Blended in den Dokumenten zu füllen. Manche sagen aber, dass es irgendwo die lebenden Zeugen der Existenz von Blended Grain auf unserer Erde gibt.

Der dritte, am meisten verbreitete und verkaufte Scotch ist Blended. Es geht um eine Mischung aus Grain und Malt Whiskys von verschiedenen Destillerien. Der Großteil von günstigen Blended Whiskys sind Grain Whiskys. Hier ist zu bemerken, dass die Schotten sich für die Entstehung von Grain und dementsprechend gemischten (Coupage) Whiskys bei den Iren bedanken müssen. Malt Whisky kam vermutlich auch erst in Irland vor, obwohl dies nicht sicher ist. Bei Grain Whisky gibt es keinen Zweifel, da dieser durch die patentierte Erfindung des Iren Aeneas Coffey möglich geworden ist. Er hat das Patentbrennverfahren zur kontinuierlichen Destillation entwickelt, das nach ihm “Coffey Still” genannt wurde.

Mit Scotchs sind wir damit fertig. Es wird Zeit zur Emerald Insel zu wechseln.

 

Irland

Die Typologie von Whiskey in Irland unterscheidet sich von der schottischen genau so wie die Voraussetzungen für das Getränk, das stolz als Whiskey bezeichnet werden kann. Irische Whiskeyproduzenten dürfen Fässer nicht nur aus Eichenholz sondern auch aus anderen Holzarten verwenden. Irische Marketer werben damit, dass irischer Whiskey drei Jahre und einen Tag reift, damit er ein bisschen besser als Scotch wird. Mit den gesetzlichen Vorgaben hat das natürlich nichts zu tun. Die Legende ist aber schön.

In Irland wird Malt Whiskey nicht in Single und Blended unterteilt. Dies hat überwiegend damit zu tun, dass dreißig Jahre lang maximal drei Destillerien im Land funktioniert haben. Ein Banshee war einfacher zu finden als Blended Malt oder Blended Grain.

Dafür gibt es in Irland einzigartige Whiskeyarten.

Der berühmteste einzigartige historische irische Whiskeystil ist natürlich Pure Pot Still. Er ist dadurch entstanden, dass die Iren ein kompliziertes Problem lösen mussten: Wie ist der beste Whiskey der Welt zu produzieren während die räuberischen englischen Steuern auf Malz zu bezahlen sind?

Pure Pot Still wird genauso wie Single Malt in Brennblasen aus Kupfer hergestellt, aber unter einer Bedingung: Dem Gesetz entsprechend wird für die Produktion eine Mischung aus dem Gerstenmalz und mindestens 30% ungekeimter Gerste verwendet. Die berühmtesten Pure Pot Still Whiskeys sind Powers John Lane, Redbreast, Yellow Spot, Green Spot und Midleton Barry Crocket.

Pure Pot Still Whiskey verdient ohne Frage Aufmerksamkeit und hat nicht nur eine reiche Geschichte sondern auch eine große Zukunft, da mehr und mehr Destillerien in Irland ihren eigenen Pure Pot Still herstellen, was Iren mehr Möglichkeiten zu mischen gibt. Obwohl diese Frage nicht gesetzlich geregelt wird, praktisch haben irische Produzenten drei Typen von Coupage.

Die erste ist die Mischung aus Malt und Grain, was ein volles Analog des schottischen Blended Whiskys ist. Das berühmteste Beispiel ist Bushmills.

Die zweite ist die Mischung aus Pure Pot Still und Grain. Dies ist der am meisten verkaufte irische Whiskey und unter den Top 20 Whiskys weltweit. Es ist die Marke Jameson!

Die dritte ist Triple Blend oder eine dreifache Mischung, die Malt, Grain und Pure Pot Still enthält. Sie haben so einen irischen Whiskey sehr wahrscheinlich schon probiert. Zum Beispiel Tullamore D.E.W.

Am Ende des Gesprächs über Scotch und Irish Whiskey ist zu ergänzen, dass schottische Whiskys normalerweise zweimal und irische Whiskeys dreimal gebrannt werden. Aktuell geht dieser Unterschied langsam verloren: Mehr und mehr Destillerien in Irland brennen doppelt und in Schottland dreifach (Auchentochan, Hazelburn). Dazu gibt es ungewöhnliche Produkte, die irgendwo dazwischen liegen.

Trotzdem verwechseln Sie nie das schottische Getränk mit dem irischen, da das eine Whisky und das andere Whiskey heißt.

 

Besuchen Sie die Trinity Irish Bar Vienna am Rilkeplatz 3, um unsere vielseitige Sammlung von Whisk(e)y aus verschiedenen Ländern kennen zu lernen!